Durch den Rheinbacher Stadtwald zur Tomburg
Samstag, 18. Januar 2020, 09:21
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Rheinbach liegt im linksrheinischen Teil des Rheinlandes, südwestlich der City von Bonn und südlich von Köln, in der Voreifel. Der überwiegende Teil reicht bis in die Ebene der Niederrheinischen Bucht. Zum Stadtgebiet gehören auch einige Dörfer des Ahrgebirges, das sich südlich anschließt. Bei Todenfeld ist die höchste Erhebung. Der dort gelegene Vermessungspunkt zeigt 406,5 m über NN, von wo eine sehr gute Aussicht in die Eifel und in Richtung Vorgebirge sowie Ville hat.
Der Name Rheinbach ist wahrscheinlich aus Reginbach entstanden. Der erste Teil des Namens leitet sich vermutlich von dem althochdeutschen Wort „regan“ = Regen ab, so dass mit dem späteren Ortsnamen wohl zunächst ein Bach bezeichnet wurde, der nur bei Regen ausreichend Wasser führte. (Quelle; wikipedia)
Schon die Römer waren in dieser Gegend zuhause, was sich anhand der ausgegrabenen römischen Gutshöfen rekonstruieren ließ. Diese dienten vor allem zur Versorgung des Legionslagers Bonn und der Römerstadt Köln. Die Stadt selber wurde um 1300 von den Rittern von Rheinbach gegründet. Später übernahm das Erzbistum Köln die Vorherrschaft. Im 19. Jahrhundert, unter den Preußen, entwickelte sich Rheinbach zur Verwaltungs- und Schulstadt. Die Nähe Mitte des 20. Jahrhunderts zur Bundeshauptstadt Bonn brachte Rheinbach weiteren Aufwind, mit besonderem Schwerpunkt auf den Ausbau der schulischen Infrastruktur. Heute befindet sich in Rheinbach eine Abteilung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.
25% des Stadtgebietes sind bewaldet. Überwiegend ist hier der Laubwald zuhause, der von Rheinbach über Todenfeld zur Höhe bei Hillesheim reicht. Daran schließt sich talabwärts weiterhin Wald bis zur Ahr hinunter an. Ein Paradies für Wildtiere, Naturliebhaber, Abenteurer und Erholungssuchende. Wegen seiner großen Baumartenvielfalt gehört der Rheinbacher Wald zu den beliebtesten Wandergebieten zwischen der links seitigen Rheinebene und der Eifel. Viele Wanderwege und Pfade durchziehen das Gelände oder folgen den urwüchsigen Bachläufen.
Ein Etappenziel der heutigen Wanderung ist die Ruine Tomburg auf dem Tomberg bei Wormersdorf. Der Anstieg zur Ruine wird je nach Wetterlage mit einer Aussicht bis weit in die Kölner Bucht belohnt. Bei klarem Wetter sieht man von dort aus den Kölner Dom und umgekehrt vom Turm des Doms die RuineTomburg.
Der Tomberg erreicht eine Höhe von 316 m ü. NN. Er entstand im sogenannten Tertiär, also in dem Zeitraum 45-30 Millionen Jahren vor Christus. Das Tertiär ist die Zeitspanne, in der die Vulkane der Hocheifel aktiv waren. Der Tomberg besteht aus Basalt. Seine Kuppe ist im Süden und Osten von Tuffen umgeben.
Um das Jahr 900 wurde die Tomburg auf dem Tomberg als befestigter Herrensitz errichtet. Der erste Herrscher über die Tomburg hieß Hermann, er entstammte dem Geschlecht der Ezzonen, die zu dieser Zeit das Pfalzgrafamt innehatten und mit dem Jahr 1060 endete.
Das Ende der Tomburg kam vom 7. auf den 8. September 1473, sie wurde wegen Erbstreitereien nach achtwöchiger Belagerung eingenommen, vollständig zerstört und nie wiederaufgebaut. Die Herrschaft Tomburg existierte noch bis zum Einmarsch der Franzosen gegen Ende des 18. Jahrhunderts. In der Folgezeit wurde der Tomberg intensiv als Steinbruch genutzt.
Der Gutsbesitzer Julius Peter Bemberg, aus Flamersheim, kaufte 1867die Ruine mit dem Ziel, den Steinbruch zu stoppen und die Ruine zu erhalten. Er schenkte sie der Stadt Rheinbach, der es nach weiteren Zukäufen des Umlandes gelang, den Abbau für immer zu beenden. Der Bergfried und der Brunnen sind noch erhalten.
1979 wurde der Tomberg zum Naturschutzgebiet erklärt.
1986 wurde das Plateau des Tombergs als Bodendenkmal eingetragen.
1993 erfolgte die Eintragung der Ruine als Baudenkmal.
Auf unserer Wanderung bleiben wir unterhalb Todenfeld und queren aus westlicher Richtung hin zum Tomberg in östlicher Richtung den wunderschönen Rheinbacher Wald. Dazwischen liegen auch einige offene Flächen, die weite Blicken freigeben und so zur Abwechslung ihren Teil beitragen. In Rheinbach angelangt kehren wir zur Schlusseinkehr im gemütlichen Cafe Schlich ein.


Rundwanderung
Treffp.: Köln Hbf. Abf.: 9:21 Uhr mit dem RE22
15 km 4 Std. Schw.grad: mittel
RV / SEK:In Rheinbach, Café Schlich, Am Kirchplatz / St. Martin


Preisstufe 4
Ort Köln, Hbf.
Ursula Burggräf, OG Köln