Teile der Eifel überflutet

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Eifel,

wir im Eifelverein sind fassungslos über die Auswirkungen des Starkregens vom 13.-15. Juli. Wir können unser Beileid nicht mit Worten fassen, die Bilder der Zerstörungen und das Leid der Flutopfer machen uns sprachlos. Alle unsere Mitglieder im Eifelverein sind im Herzen bei den Menschen in den betroffenen Regionen der Eifel, die zum Teil alles verloren haben. Schlimm genug, wenn der materielle Schaden ins bis dato nie Vorstellbare geht und das eigene Haus samt Hab und Gut von heute auf morgen verloren geht. Noch schlimmer ist es für unsere lieben Eifelbewohner, wenn durch die Fluten Menschen ihr Leben verlieren oder vermisst werden.

Immer noch gilt das Gebot der Stunde: bergen, aufräumen. Viele unserer Mitglieder und Ortsgruppen sind dauerhaft im Einsatz und helfen tatkräftig mit. Ihnen gilt unser besonderer Dank, ebenso allen ehren- und hauptamtlichen Rettungskräften, die seit Tagen pausenlos im Einsatz sind. Die Welle der Hilfsbereitschaft ist riesig, und die Menschen in der Eifel haben uns wieder einmal deutlich gezeigt, dass niemand in seiner Not alleine gelassen wird. Das gegenseitige Unterstützen und selbstlose Anpacken lindert ein wenig den Schmerz über die Verluste und lässt die Eifel noch enger zusammenrücken. Wir im Eifelverein sind sehr stolz auf diese tugendhafte Eigenschaft und werden uns im Rahmen unserer Möglichkeiten in die Rettungsaktion einbringen. Entweder tatkräftig und/oder finanzieller Art. Zu letzterem empfehlen wir keine Sachspenden mehr abzugeben, weil die Sammellager – nicht zuletzt durch die vielen „Aussortierungsaktionen“ in den Privathaushalten während der Pandemie – mehr als voll sind. Vielmehr empfehlen wir bei geplanten Geldspenden, diese auf die Spendenkonten der betreffenden Landkreise bzw. Gemeinden zu überweisen. Dann kommen die Gelder auch direkt bei den Bedürftigen an. Der Hauptverein ist derzeit in der internen Abstimmung, Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

Wir alle hoffen, dass sich in den betroffenen Gebieten die Situation so schnell wie möglich wieder stabilisieren wird. Gleichzeitig sollten wir uns bewusst sein, dass nach wie vor weite Teile der Eifel intakt sind und es sich lohnt, in der Eifel zu wandern und Urlaub zu machen. Gerade jetzt sind die touristischen Betriebe in der Eifel auf Gäste angewiesen!

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Witterungsbedingt sind derzeit zahlreiche Wanderwege in der Eifel schlecht oder gar nicht begehbar. Davon sind auch betroffen die Hauptwanderwege des Eifelvereins (z.B. Krönungsweg nahe der Steinbachtalsperre), Themenwanderwege wie der Römerkanal-Wanderweg (Kreis Euskirchen) und zahlreiche örtliche Wanderwege. Bitte erkundigen Sie sich vor Ort über den Wegezustand. Die Hauptgeschäftsstelle kann Ihnen ob der flächenhaften Ausbreitung der Schäden leider keine erschöpfende Auskunft erteilen.

Für den Hauptverein: Rolf Seel, Hauptvorsitzender