Rheinhöhenweg (R) (linke Rheinseite)
Wegführung: Bonn - Koblenz (88,5 km)
Gesamtstrecke: Bonn - Oppenheim (240 km)
Der Rheinhöhenweg (R) (linke Rheinseite) führt von Bonn längs des Rheintals über bewaldete Höhen mit vielen Ausblicken in das Rheintal rheinaufwärts, dann, am Rand des Maifeldes entlang, nach Koblenz, dem Endpunkt des vom Eifelverein betreuten Wegeabschnitts.
Er läuft von dort weiter über Bingen bis Oppenheim. Unterwegs wieder von den dort zuständigen Wandervereinen betreut und weiter einheitlich mit dem „R" markiert.
Von einzelnen Orten im Rheintal, meist solchen, die eine Fährverbindung über den Rhein haben, führen Rheinhöhen-Verbindungswege (RV) zum Höhenweg. Über diese besteht jenseits des Rheins meist Anschluss über markierte Wanderwege des Westerwald-Vereins zum Rheinhöhenweg (R), rechte Rheinseite.
Der Rheinhöhenweg ( R ) (linke Rheinseite) wird in folgenden Wanderkarten wiedergegeben (s. Anlage "Kartenwerk des Eifelvereins").
- WK 25 Nr. 8 Rheintal
- WK 25 Nr. 10 Brohltal
- WK 25 Nr. 37 Rund um den Laacher See
- WK 25 Nr. 40 Koblenz
oder
- FK 50 Nr. 23 Siebengebirge, Südliche Ville
- TK 50 W Nr. L 5508 Bad Neuenahr-Ahrweiler
- TK 50 W Nr. L 5510 Neuwied
- TK 50 W Nr. L 5710 Koblenz
Die Strecke von Bonn bis Koblenz (87 km) ist in vier Tagesetappen
aufgeteilt, die jedoch variabel geplant werden kann:
- Bonn - Oberwinter 28,0 km
- Oberwinter- Sinzig 16,0 km
- Sinzig - Andernach 23,5 km
- Andernach - Koblenz 21,0 km
1. Etappe: Bonn - Oberwinter-Waldheide (28 km)
Vom Hbf Bonn (Südausgang, Höhe 55 m) nach links bis zur Poppelsdorfer Allee, diese entlang, vorbei am Poppelsdorfer Schloß (Mineralogisch-Petrologisches Museum, Botanischer Garten), durch Poppelsdorf, nach links abbiegen in den Sternenburger Pfad, bergauf durch Gärten, vorbei am St.-Marien-Hospital, weiter im Wald in Kehren aufwärts, vorbei an Schutzhütten, am Kaiser-Wilhelm-Stein und an Casselsruhe (Wirtshaus) zum Ortsteil Venusberg von Bonn.
Diese Strecke, die überwiegend durch das Stadtgebiet führt, kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Hbf. aus überbrückt werden.
Von der Haltestelle Casselsruhe (5 km, Höhe 167 m) - hier beginnt auch der Krönungsweg (10) und führt in südliche Richtung - gemeinsam mit dem Jakobsweg (1) entlang der Umfassungsmauer der Universitätskliniken, vorbei an schönen Aussichten auf das südliche Bonn und das Siebengebirge. Weiter durch den Wald, an Schutzhütten sowie an den Feldern des nahe gelegenen Annaberger Hofes vorbei.
Nach Wiedereintritt in den Wald (ca. 200 m) - der HWW 1 biegt nach rechts ab - weiter bis zur nächsten Schutzhütte, dann nach links auf den Geologischen Lehrpfad der Stadt Bonn, hinab auf den Pionierweg ins Klufterbachtal, in südöstliche Richtung wechseln, bis zum Stadtrand von Bad Godesberg. Über Treppenstufen bergauf, am Burgfriedhof vorbei zur Michaelskapelle und zur Godesburg (11 km, Höhe 121 m; 1583 zerstört; Whs; Aussichten ins Rheintal, zum Siebengebirge und Westerwald).
Von hier bergab, über die Fußgängerbrücke durch die Fußgängerzone der Innenstadt von Bad Godesberg. Am Stadtpark - hier trifft der Rheinhöhen-Verbindungsweg (RV), der von der Autofähre nach Niederdollendorf kommt, auf - rechts ab, vorbei an der Redoute (ehem. kurfürstliches Ballhaus) und dem Redüttchen (Whs), hinauf durch den Redoutenpark und wieder hinab zum Godesberger Mineralbrunnen (Ausschank).
Von hier in südwestliche Richtung ins Marienforster Tal, vorbei an Kirche und Brungsmühle, dem Godesberger Bach folgend, weiter auf dem GEO-Pfad mit Aufschlüssen und Erläuterungstafeln zum Gut Marienforst (ehem. Kloster). Hier links abbiegen, durch Felder und Gärten hinauf zum Wald, an ihm entlang, nach mehrfachem Richtungswechsel an Schutzhütte vorbei und in südliche Richtung bis zum Waldrand. Nach 375 m in freier Feldlage an einer Wegekreuzung (= 2. Weg) rechtwinklig nach links abbiegen, am Aussiedlerhof (Rheinhöhenhof) abermals nach links abbiegen und am Rand der Neubausiedlung Köllenhof durch die Unterführung der K14 nach Ließem (18 km, Höhe 170 m).
Durch den Ort, am Ende der Hauptstraße (Marienstraße) rechts abbiegen, nach ca. 100 m am Wegekreuz links und in freier Feldlage an Obstplantage vorbei wieder nach rechts bis zu einer kleinen Kapelle. Von dort hinab ins Tal nach Niederbachem, an der Schule vorbei, unter der Umgehungsstraße 123 hindurch und durch die Vulkanstraße aufwärts bis zur Kapelle auf dem Rodderberg (Naturschutzgebiet).
Dort links am Kraterrand entlang bis zu einer Fahrstraße.- Auftreffen des RV von den Fähren nach Niederdollendorf und Mehlem.- Von hier kurzer und lohnender Abstecher nach links in den geologischen Aufschluß des Rodderberges mit Erläuterungstafeln (Quartärer Vulkan, ca. 30000 Jahre alt; der Kessel entstand durch Einbruch nach dem Auswurf und der Leerung des Magmaherdes). Dem Kraterrand in südlicher Richtung leicht aufwärts folgen bis zum Heinrichsblick (22 km, Höhe 155 m, ehem. Richtstätte; schöne Aussicht), weiter leicht ansteigend auf dem Fahrweg bis zu einem ehemaligen Aussichtsturm an der Waldecke. Von hier lohnender Abstieg zum Rolandsbogen (herrliches Rheinpanorama, Whs.).
Der R bleibt auf der Höhe und biegt in südwestliche Richtung ab, vorbei am Rodderberghof. Später durch Wald hinab in ein kleines Tälchen, an einem kleinen Teich im Rolandswerther Bachtal vorbei, wieder bergauf in den Wald, rechts abbiegend und entlang einer großen Waldwiese - an der Waldecke Auftreffen des RV von Rolandseck und der Autofähre nach Bad Honnef -, weiter südwärts im Wald an einer Schutzhütte vorbei, leicht abwärts bis zum Ortsteil Waldheide von Oberwinter (28 km).
Impressionen:
Wander-Impressionen:
2. Etappe: Oberwinter - Sinzig (16 km)
Von Waldheide aus dem Bergrücken folgend in Richtung S über einen Sattel (128 m)- hier Auftreffen des RV vom Bf. Oberwinter und weiter im Zentrum des Ortsteils Birgel auf der K 41 in westlicher Richtung bis zu einer Treppe nach ca. 150m. Die Treppe führt ca. 40 m nach unten an den Bandorfer Bach. Der Wanderweg verläuft jetzt rechtsseitig des Baches, später geht es auf der linken Seite weiter
bis zur K 41, diese wird überquert, um auf der westlichen Seite des Bandorfer Baches bis zur Schmelzmühle zu gelangen. Nachdem man dieses Anwesen passiert hat, kurz vor der K 41 nach rechts abbiegen, dann auf die Höhe des Leiberges (165 m), durch den Wald hinab ins Tal, den Bach überqueren, durch Unkelbach (4 km, Höhe 105 m), dabei Hauptstraße K 40 überqueren, leicht bergauf durch Garten und Wiesen bis zum Waldrand.
Auf Forstweg in südlicher Richtung durch den Wald, über einen Höhenrücken bergab ins Tal nach Callmuth (Internationale Filmunion). Von dort bergauf bis zur L 79 und zum Waldschlösschen (7 km, Höhe 166 m, WP, Whs.), dann hinab zur Apollinariskirche (8 km) in Remagen. - Hier Auftreffen des RV von der Anlegestelle der Personenfähre nach Erpel.
Von der Kirche über ,,Waldburg" und ,,Victoriaberg" aus dem Stadtgebiet herauf, vorbei an WP und Grillhütte, bis zum Eintritt in den Wald. An sehenswertem Waldlehrpfad vorbei, rechter Hand jüdischer Friedhof, über die Ahrplatte bergab nach Bad Bodendorf (11 km, Höhe 77 m), vorbei am Bf. - hier Beginn des Rotweinwanderweges durch das Ahrtal nach Altenahr - über die Eisenbahn. Dann die Eifel-Ardennen-Straße (B 266) überqueren, zum Kurviertel von Bad Bodendorf, dort links abbiegen, vorbei am Ehrenfriedhof, am Schwanenteich Ahr abwärts - gemeinsam mit dem Ahrtalweg (A) - und über den Spessartsteg die Ahr überqueren. Der Ahr rechts flussabwärts folgen, die L 82 unterqueren, kurz dahinter rechtwinklig abbiegen zum Stadtgebiet der Barbarossastadt Sinzig (15 km, Höhe 73 m), durch den Schlosspark zum Schloß (Museum) und über Treppen hinauf zum Kirchplatz mit der Kirche St. Peter.
Impressionen:
Wander-Impressionen:
3. Etappe: Sinzig - Andernach (23,5 km)
Vom Kirchplatz, am Zehnthof vorbei, in südlicher Richtung die Stadt verlassen, durch Hohlweg bergauf bis zum Waldrand (Parkplatz, Schutzhütte, schöne Aussicht). Von dort (linker Hand Bildstock) weiter in Richtung Süden bis zu einem Wegestern, von hier nach links, nach ca. 600 m rechts ab, weiter durch den Wald bis zu einer Schutzhütte (Aussicht), erst parallel, dann in Kehren abwärts über die K 47 nach Bad Breisig(7 km, Höhe 65 m).
Wir bleiben diesseits der Bahn, vorbei am Thermalbad ,,Römerthermen". Vor den Tennisplätzen rechts aufwärts in den Wald, am Jugendlager vorbei und in Kehren abwärts durch Garten und Wiesen zum Bahnübergang (Whs). - Hier Auftreffen der RV vom Bahnhof Bad Breisig und von der Autofähre nach Bad Hönningen. -Weiter ein kurzes Stück parallel zu den Bahngleisen, über den Vinxtbach (,,ad fines" = ehemalige Grenze zwischen Nieder- und Obergermanien, zugleich Sprachgrenze zwischen Rheinfränkisch und Moselfränkisch sowie Bistumsgrenze zwischen Köln und Trier). Durch den Wald bergauf, vorbei an der Burg Rheineck, aufwärts zur Reuterslei (214 m, schöne Aussicht) und weiter im Wald und am Hang, dann hinab nach Brohl (11 km, Höhe 66 m).
Den Brohlbach und die Brohltalstraße (B 412) überqueren, im Wald aufwärts, die Brohltalbahn queren, an der Schutzhütte vorbei, steil auf dem ,,Eselstreppchen" zur Terrassenebene, am Waldrand entlang bis zum Alkerhof. Hier rechts ab, erst entlang dem Feld, dann eintreten in den Wald bis unterhalb der Hohen Buche (14 km, Höhe 318 m), weiter südlich bis zum Waldrand, dann vorbei am Knopshof und Geishügelhof und weiter bis zu einem Wegekreuz unter der Hochspannungsleitung - hier Auftreffen auf den Vulkanweg (13). Mit diesem gemeinsam am Waldrand entlang bis zum ,,Hochkreuz" (Höhe 315 m, WP,) weiter im Wald, über den ,,Kleinen Stern" (Schutzhütte) am Terrassenrand entlang zum Krahnenberg (Höhe 182 m, Aussicht), vorbei am Denkmal für Prof. Dr. Otto Follmann (Geologe, Erforscher des Eifelvulkanismus) und abwärts unter der B 9(Umgehungsstraße) hindurch nach Andernach (23 km, Höhe 67 m) bis zur Breitestraße.